Zug um Zug - Vom Bahnland Österreich zur Bahnfabrik Europas

Potenziale der heimischen Bahnindustrie

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Zug um Zug - Vom Bahnland Österreich zur Bahnfabrik Europas
Potenziale der heimischen Bahnindustrie

Die Erkenntnisse der AK-Studie „Die Mobilitätswende produzieren“ sind eindeutig: Österreich verfügt als Bahnland über eine reiche Industriegeschichte im öffentlichen Verkehr. Im Bereich der Eisenbahnindustrie beherbergt das Land auch heute eine starke und innovative Produktion, mit 15.000 hochqualitativen Arbeitsplätzen und vielen Weltmarktführern. Die Zahl der direkt und indirekt Beschäftigten liegt sogar bei 34.000 Menschen.

Gerade jetzt, wo die neue Industriestrategie präsentiert wurde, geht es darum, dass Österreich seine wirtschaftliche Stärke im Bahnsektor als Motor für die Mobilitätswende ausspielt.

 

Einleitender Input

Lukas Oberndorfer (AK Wien) zeigte, mit welcher Wirtschaftspolitik die Mobilitätswende gelingen kann. Er betonte, dass guter öffentlicher Verkehr nicht nur umweltpolitisch zentral ist, sondern auch großes Potenzial für Beschäftigung und Industrie bietet. Entscheidend sind Planungssicherheit, Investitionen, Aus- und Weiterbildung sowie aktive Industriepolitik. So kann die Mobilitätswende zum Hebel einer wirksamen sozialen und ökologischen Wirtschaftspolitik werden.

 

Podiumsdiskussion – Notwendige Rahmenbedingungen in Politik, Betrieben, Wissenschaft und Forschung

Peter Hanke (Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur) führte aus, dass es eine gemeinsame europäische Industriestrategie für den Bahnsektor brauche. Investitionen in die Schiene seien zentral für eine erfolgreiche Mobilitätswende. Zudem hätten die Sicherstellung des Rahmenplans sowie die Weiterentwicklung des Zielnetzes 2040 in den kommenden Monaten höchste Priorität.

Hana Delleman (CEO Hitachi, Österreich) betonte, dass der Bahnsektor ein zentraler Motor für Wirtschaft, Beschäftigung und Klimaschutz sei. Für Investitionen und die Weiterentwicklung der Bahninfrastruktur brauche es langfristige Planbarkeit und Kontinuität. Insbesondere müsse der Frauenanteil in der Bahnindustrie steigen, um Fachkräftepotenziale zu sichern und Know-how zu erhalten.

Roman Hebenstreit (Vorsitzender der Gewerkschaft vida und ÖBB-Konzernbetriebsratsvorsitzender) hob hervor, dass Zuversicht und Stabilität für die Beschäftigten der Bahnbranche essenziell seien. Neben Investitionen in die physische Infrastruktur brauche es vor allem Investitionen in die Beschäftigten und gute Arbeitsbedingungen. Zudem seien faire Wettbewerbsbedingungen zwischen Straße und Schiene dringend herzustellen.

Melanie Pichler (Professorin für Soziale Ökologie, BOKU) führte aus, dass der Zugang zu sozial-ökologischer Infrastruktur als Teil der Daseinsvorsorge im Zentrum einer Wirtschaftspolitik stehen müssten. Unter aktuellen Marktbedingungen seien zentrale Systeme der Daseinsvorsorge nicht gesichert. Daher brauche es funktionsfähige soziale Sicherungssysteme und Umverteilungsmaßnahmen.

NACHSCHAU


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