Rohstoffkonflikte in Chile und Peru

Schlaglichter aus dem Sammelband Kämpfe um Transformation

Kupfer und Lithium stehen im Mittelpunkt von Kämpfen um eine sozial-ökologische Transformation. Ob Antriebs- und Energiewende, Digitalisierung oder Militarisierung: Die Ausbeutung ‚kritischer Rohstoffe‘ im Globalen Süden für eine selektive grüne Modernisierung im Globalen Norden hat desaströse Folgen in den Extraktionsgebieten. Die Zerstörung von Lebensräumen, Verdrängung alternativer Lebensweisen sowie die Ausbeutung von Territorien und Körpern schreiben eine 500-jährigen Kolonialgeschichte fort - nun in grünem Gewand.

Auf lokaler Ebene sind die Kosten davon deutlich sichtbar: Während die wasserintensive Lithium-Ausbeutung in der hyperariden Atacama-Wüste das Ökosystem an seine Grenzen bringt, versuchen Chemie-Konzerne indigene Völker mit Geld abzuspeisen. In Peru prägt der industrielle Kupferbergbau das Leben immer stärker und verändert dadurch Geschlechterverhältnisse. Die extraktvistische Politik wird zu einer extraktivistischen Biopolitik, die sich durch die Kriminalisierung von Protesten und einer geopolitischen Hierarchisierung von Wissen ausdrückt.

Diese beiden Beispiele sind Schlaglichter aus dem Sammelband “Kämpfe um Transformation”, der vom Graduiertenkolleg “Krise und sozial-ökologische Transformation” herausgegeben wurde. Nach einer Vorstellung des Buches stehen die beiden Rohstoffkonflikte in Chile und Peru im Mittelpunkt der Lecture. Welche Widersprüche, Widerstände und Möglichkeiten für eine solidarische Überwindung von sozial-ökologischer Krise und neo-kolonialer Ausbeutung erkennbar werden, wollen wir gemeinsam diskutieren.

Alle Infos zum Sammelband (open access): Kämpfe um Tranformation

Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien und dem Graduiertenkolleg “Krise und sozial-ökologische Transformation” der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Mitwirkende:

  • Ulrich Brand
    Universität Wien (Institut für Politikwissenschaft)
  • Ali Heuser
    Universität Kassel & Universität Wien

  • Julian Niederhauser
    Goethe-Universität Frankfurt & Universität Wien (Institut für Politikwissenschaft)

  • Nina Schlosser
    Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin & Universität Wien

 

Anmeldung

Gib bitte Deine individuelle E-Mail Adresse ein. Danach bekommst Du eine E-Mail mit Deinem Anmeldelink. Damit gelangst Du zum Anmeldeformular.

 

 

Eintritt frei

 

Auf der Veranstaltung werden Film- und Tonaufnahmen sowie Fotos gemacht. Diese werden zum Zweck der Dokumentation und der Information über die Veranstaltung verwendet.

Weitere Infos findet du unter wien.arbeiterkammer.at/datenschutz.html

 

Newsletter

 

Du bist neugierig, was sich in der FAKTory tut? Willst du Service- und Veranstaltungstipps und aktuelle Informationen? Dann melde dich für unseren FAKTory Newsletter an. 

Wir halten dich auf dem Laufenden

 

 

Anreise und Kontakt

FAKTory
Universitätsstraße 9, 1010 Wien

 

www.faktory.at

Instagram

Facebook

 

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

U-Bahn:
U2 Schottentor

Straßenbahn:

Station Schottentor:
Linien 1, 37, 38, 40, 41, 42, 71, D

Station Landesgerichtsstraße:
Linien 43, 44

 

Die Veranstalter:innen