Im Italien der 1970er Jahre strebt der titelgebende Protagonist, Generalsekretär der Kommunistischen Partei Italiens, einen Wandel weg von der vorherrschenden sowjetisch geprägten Politik an, mit dem Ziel, westlichere Vorstellungen von Demokratie umzusetzen. In diesem ehrgeizigen Bestreben nimmt er den Dialog mit dem Vorsitzenden der Christdemokratischen Partei, Aldo Moro, auf. Wäre Moro nicht von den Roten Brigaden ermordet worden, wäre Berlinguer als der Mann in die Geschichte eingegangen, der den „Historischen Kompromiss“ erreicht hat.
Dieses biographische Filmdrama beleuchtet unter Einbringung dokumentarischer Archivbilder die Unruhen in einem gespaltenen Italien, die Verflechtung von Leben und Politik, von Privatem und Kollektivem, und zeigt, wie diese Zeit gleichermaßen von Hoffnungen und Enttäuschungen geprägt war.
Andrea Segre, 2024
Der Historiker Klaus Pumberger wird vor Filmbeginn einen einleitenden Kommentar halten.