Über Bücherraub und Wiedergutmachung

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Die Nazis raubten ganze Bücherbestände. Jetzt gibt die Friedrich-Ebert-Stiftung 17 wiedergefundene Bücher aus Bonn an die AK Bibliothek Wien zurück.

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Die sozialwissenschaftliche Studienbibliothek der Arbeiterkammer Wien war in der Zwischenkriegszeit die europaweit bedeutendste Bibliothek ihrer Art. Nach der NS-Herrschaft waren von einst 140.000 Büchern nur noch etwa 35.000 auffindbar. Ein Großteil des Buchbestands war zerstört oder geraubt. Die in Bonn ansässige Friedrich-Ebert-Stiftung untersucht seit Mitte 2020 systematisch ihre historischen Bücher-Bestände auf ihre Herkunft und konnte 17 von den Nazis geraubte Bücher der AK Bibliothek zuordnen. Einige dieser Bände stammen beispielsweise aus der persönlichen Bibliothek von Viktor Adler. Im Anschluss an die feierliche Rückgabe der von den Nazis geraubten Bücher diskutieren Historiker:innen und Gewerkschafter:innen aus Deutschland und Österreich über die Erinnerungskultur im Umgang mit dem Nazi-Bücherraub seit 1945. 

Programm

  • 18:00 Uhr Begrüßung Ludwig Dvořak (Arbeiterkammer Wien, Bereichsleiter Arbeitsrechtliche Beratung und Rechtsschutz)
    Reiner Hoffmann (Stellvertretender Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung, ehem. Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes)
  • Vorstellung der beiden Bibliotheken
      • Allgemeine historische Einordnung mit Überblick auf die aktuelle Restitutionsgeschichte Ute Wödl (Leiterin der AK Bibliothek) und Florian Wenninger (Leiter des Instituts für historische Sozialforschung)
      • Provenienzforschung im ‚Gründungsbestand‘ der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung: Kurzvorstellung zu den Funden und der Identifikation als NS-Raubgut Christian Maiwald (Projektleiter Restitutionsprojekt der Friedrich-Ebert-Stiftung)

  • Feierliche Übergabe der 17 Bücher

  • 19:00 Uhr Podiumsgespräch: Aufgaben der Erinnerungsarbeit in einer sich wandelnden Erinnerungskultur 
      • Reiner Hoffmann (stv. Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung und ehem. Vorsitzender des DGB)
      • Nadine Dimmel (Obfrau Gedenkdienst)
      • Markus Stumpf (Leiter der NS-Provenienzforschung der Universitätsbibliothek der Universität Wien)
      • Florian Wenninger (Leiter des Instituts für historische Sozialforschung)
      • Moderation: Barbara Tóth (Historikerin und Journalistin)
  • 20:00 Uhr Brot & Wein

 

Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldung

Wir bitten um Anmeldung bis 27. November 2023.

Nach Eingabe der E-Mail Adresse übermitteln wir eine E-Mail mit einem persönlichen Link zum Anmeldeformular.

 

Die Anmeldung ist leider nicht mehr möglich.

 

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Die Veranstalter:innen

AK Bibliothek Wien für Sozialwissenschaften
Prinz-Eugen-Straße 20-22, 1040 Wien