Buchpräsentation und Diskussion mit den Herausgeber:innen Lucile Dreidemy, Johannes Knierzinger, David Mayer und Clemens Pfeffer. Kommentar von Claudia Kraft.
Die Geschichte des Antikolonialismus ist so alt wie die Geschichte der kolonialen Expansionen. Neben dem „praktischen“ Widerstand gegen ihre Unterwerfung stemmten sich die Kolonisierten auch gegen die ideologischen Fundamente der Fremdherrschaft.
Dabei schufen sie Zeugnisse unterschiedlicher Genres. Diese von den Kolonisierten geschaffenen antikolonialen Texte stehen im Zentrum einer neuen, kommentierten Quellensammlung, die einen global wie historisch breiten Bogen vom Beginn des 17. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg spannt.
Die Präsentation gibt Einblicke in die vielfältigen im Buch dokumentierten Positionen. Sichtbar wird dabei nicht nur das Vermächtnis antikolonialer Stimmen, sondern auch der Anteil anderer Weltregionen an der globalen Ideengeschichte der Moderne.
Lucile Dreidemy ist Professorin für Zeitgeschichte am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien.
Johannes Knierzinger ist Senior Lecturer am Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien.
David Mayer ist Historiker und Associate Researcher am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien.
Clemens Pfeffer ist Publikationsmanager des Mattersburger Kreises und lehrt an der Universität Wien sowie an der Johannes Kepler Universität Linz.
Claudia Kraft (Kommentar) ist Professorin für Kultur-, Wissens- und Geschlechtergeschichte am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien.
Der Vortrag und die Diskussion finden auf Deutsch statt.
Die Teilnahme ist kostenlos.