Warum (wieder) Frauen* fördern?

Von der Vergangenheit für aktuelle Herausforderungen lernen

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Die Konferenz bietet eine Zusammenschau von generationsübergreifenden Diskursen basierend auf breitgefächerten jahr(zehnte)langen Erfahrungen aus unterschiedlichen frauen- oder gleichstellungspolitischen Kontexten. Sowohl Theorie als auch Praxis zeigen dabei auf vielfältige Weise, wie die binäre Betrachtung von Geschlecht durch die intersektionale Perspektive eine wichtige Erweiterung erfährt. Neben der Geschlechterdimension rücken Dimensionen wie sexuelle Orientierung, Alter, Ethnizität, Behinderung oder soziale Klasse in den Blick. Damit wird aufgezeigt, dass sich die Ansprüche des/der Einzelnen sehr unterschiedlich gestalten können und Gleichstellungspolitik gefordert ist, diese entsprechend mitzuberücksichtigen.

Die Veranstalter*innen (AK Wien, IHS, WU Wien) bieten mit dieser Konferenz ein Forum für einen breiten feministischen und generationsübergreifenden Diskurs zur Stärkung von Frauenförderungs- und Gleichstellungsstrukturen unter Berücksichtigung verschiedenster Ungleichheitsdimensionen.  Wissenschafter*innen als auch Praktiker*innen der Gleichstellungs- und Diversitätspolitik sind herzlich eingeladen teilzunehmen.

Das detaillierte Programmheft (inklusive Abstracts) finden Sie hier.

Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen Corona-Regelungen, über die wir Sie nach Anmeldung zeitgerecht informieren.

Programm

Montag, 24. Oktober 2022
Zeit Beschreibung
09:30
Registrierung
10:00
Begrüßung und Überblick

Ingrid Moritz, Leiterin der Abteilung Frauen – Familie der AK Wien
Das Organisationsteam - Gerlinde Hauer, Katharina Mader (AK Wien), Angelika Schmidt (WU Wien), Angela Wroblewski (IHS)

10:30
Keynote: Von selbstbestimmten Leben, Krieg, Identitätspolitiken und den Igeln im Garten. Blitzlichter aus einer verrückten Welt

Birgit Buchinger (Solution)

11:30
Kaffeepause
11:45
Home-Office: Gleichstellungsmotor oder -falle?

  • Erfahrungen von Telework vor und während der Pandemie – organisationale Chancen zum Aufbrechen von Geschlechterrollenzuschreibungen und der Individualisierung von Zeitarmut; Maria-Clar-Novak (WU), Anett Hermann (WU) & Marie-Therese Claes (WU)
  • Smart Working – Risiken und Chancen von Home-Office-Strategien zur Karriereförderung von Frauen; Elisabeth Frankus (IHS), Andrea Leitner (IHS)
  • Home-Office – Rechtlicher Rahmen, AK-Beratungserfahrungen & gleichstellungspolitische Herausforderungen; Bianca Schrittwieser (AK Wien)
11:45
Frauenförderung und Gleichstellungsdiskurse

  • Rolle der Frauenförderung in den letzten drei Jahrzehnten; Regine Bendl (WU)
  • Überwindung der Metapher der gläsernen Decke; Angelika Schmidt & Regine Bendl (beide WU)
  • Gleichstellung – Diversität – Inklusion: unterschiedliche Ziele, ähnliche Wege?; Angela Wroblewski (IHS)
13:15
Mittagspause
14:30
Familienpolitik ohne Gleichstellungsanspruch?

  • Lieber länger daheim? Frauen, die nach der Geburt von Kindern nicht arbeiten und ihre Motive; Bettina Stadler (FORBA)
  • Väter nicht erwünscht? Warum (immer) weniger Väter als Mütter Kinderbetreuungsgeld beziehen; Eva-Maria Schmidt (ÖIF, Universität Wien)
  • Geschlechterspezifische und soziale Ungleichheiten in der Inanspruchnahme von Kinderbetreuungsgeld und Elternkarenz: Ein Schritt vor, einer zurück? Gerlinde Mauerer & Izabela Wnorowska (beide Institut für Soziologie, Universität Wien)
14:30
Systemerhalter*innen – Wer sind sie und was braucht es für mehr Gleichstellung?

  • In der Organisation Krankenhaus und trotzdem Gleichstellungspolitik: Durch jede Krise, während der gesamten Pandemie; Helene Mayerhofer (Krankenhaus Braunau)
  • Zwischen Systemrelevanz und Exklusion: Frauen mit ausländischer Staatsbürgerschaft am Arbeitsmarkt; Daniel Schönherr (SORA)
  • Intersektionalität als Herausforderung für die AK Interessenspolitik am Beispiel der Systemerhalter*innen; Asiye Sel (AK Wien)
14:30
Geschlechtervielfalt & Geschlechteridentitäten

  • Basisdemokratisch, feministisch, emanzipatorisch…? Die (un)mögliche Triade am Beispiel linker studentischer Basisgruppen; Marlene Eichinger (WU)
  • Verändern sich Universitäten hin zu mehr Geschlechtervielfalt? Die Rolle von hochschulübergreifender Verbundenheit und die (Un-) Verbundenheit von Frauenförderung und Geschlechtervielfalt; Victoria Englmaier (IHS)
  • 1,2,3,4,5,6 … oder mehr Geschlechtseinträge? Wie Universitäten geschlechtergerecht(er) gestaltet werden können; Ingrid Schacherl (Akademie der bildenden Künste, Wien)
16:00
Kaffeepause
16:30
Frauenpolitik – Aktuelle Themen

Marlene Nowotny (Wissenschaftsredakteurin ORF) moderiert ein interaktives Format, in dem Beiträge zu aktuellen Themenstellungen vorgestellt werden und es ausreichend Gelegenheit geben wird, diese mit den Akteurinnen zu diskutieren.

Impulsgeberinnen sind dabei:

Ingrid Mairhuber (FORBA)
Gender Pension Gap

 

Katharina Mückstein (Regisseurin)
#metoo in der Filmbranche

Lena Schilling (Klimaaktivistin)
Klimakrise & Gender

 

Anna Steiger (Vizerektorin der TU Wien)
Käthe Leichter Alumnae Klub

Manuela Vollmann (Geschäftsführerin ABZ*AUSTRIA)
Ukrainische Frauen am österreichischen Arbeitsmarkt


Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion!

Dienstag, 25. Oktober 2022
Zeit Beschreibung
09:00
Keynote: Inklusion und Exklusion als analytische Leitunterscheidung: Lösungsansatz für Paradoxien der Gleichstellungspolitik?

Laura Dobusch (Universität Linz)

10:00
Kaffeepause
10:15
Intersektionelle Frauenförderung an Universitäten

  • Was sollten wir tun, was tun wir, was können wir tun? Praxis-Gespräch über Handlungsspielräume intersektionaler Frauenförderung an der Universität; Viktorija Ratković (Klagenfurt) & Johanna Stadlbauer (Graz)

  • Fragen an die österreichische Frauenpolitik; Brigitte Ratzer (TU Wien)

10:15
Frauen mit Behinderung am Arbeitsmarkt – Inklusion & Gleichstellung

  • Frauen, die behindert werden – auf ihrem Weg zur Gleichstellung; Nadja Bergmann & Claudia Sorger (L&R)

  • Der Blick auf das Mögliche – Fem Süd Frauenassistenz; Huberta Haider & Cassandra Cicero (FEM Süd)

11:30
Kaffeepause
11:45
Workshop: Vielfalt gemeinsam denken!*

Luan Pertl (VIMÖ) & Victoria Englmaier (IHS)

11:45
Frauen als Gestalterinnen

  • Frauen als Gründerinnen am Land – zwischen Notlösung und selbstbestimmtem Lebensentwurf – Eine diskursive Annäherung über ermöglichende Rahmenbedingungen und adäquate Förderstrukturen; Lisa Eller und Theresia Oedl-Wieser, BAB, Wien
  • Wie können wir Frauen gerade im Bereich Forschung, Technologie und Innovation mehr in gestalterische Positionen bringen?; Brigitte Ecker, Verena Regent (WPZ Research)
13:00
Zusammenfassung, Ausblick und Abschluss

Die Teilnahme ist kostenlos.

* Es gibt mehrere Sessions, die parallel stattfinden. Wir würden gerne wissen, für welche Session Sie sich interessieren. Es handelt sich bei der Abfrage um keine verbindliche Anmeldung.

AK Bildungsgebäude
Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien

Anmeldung

Wir bitten um Ihre Anmeldung bis 12. Oktober 2022.

Geben Sie bitte Ihre individuelle E-Mail Adresse ein und Sie erhalten eine E-Mail mit Ihrem Anmeldelink. Damit gelangen Sie zum Anmeldeformular.

 

Die Anmeldung ist leider nicht mehr möglich.

 

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