Arbeitswelt und Wirtschaft sind im Umbruch. Demografischer Wandel, Fachkräftebedarf und Digitalisierung stellen hohe Anforderungen. Umso wichtiger ist die Frage, wie berufliche Qualifizierung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gelingt. Welche Rahmenbindungen braucht es in Zeiten von Transformation und Strukturwandel bei gleichzeitigem öffentlichen Spardruck?
Im Rahmen der Tagung werden nationale und internationale Analysen sowie aktuelle Trends und Perspektiven präsentiert. Das IHS hat eine neue Studie zur Finanzierung der Weiterbildung in Österreich und in ausgewählten Vergleichsländern, FORBA eine Studie zu den Beschäftigungsmöglichkeiten von Flüchtlingen in Österreich. Das Europäische Zentrum für die Förderung der Berufsbildung Cedefop gibt einen Überblick über Förderinstrumente für Weiterbildung in Europa, der waff stellt ein Praxisbeispiel zur Höherqualifizierung von beschäftigten Frauen im MINT-Studienbereich vor und der Verein sprungbrett eine Studie zu den Barrieren für Mädchen und junge Frauen an den Höheren Technischen Lehranstalten. Die abschließende Podiumsdiskussion mit der AK Luxemburg, dem AMS Wien, dem BFI Österreich, dem waff und der Wirtschaftskammer Wien rundet die Tagung ab.
Seien Sie dabei, wenn zentrale Weichenstellungen für eine zukunftsfähige Qualifizierungspolitik diskutiert werden!
Gebärdendolmetscher:innen (angefragt)
Moderation: Elisa Tomaselli (Freiberufliche Journalistin)
| Zeit | Beschreibung |
|---|---|
| 09:00 |
Eröffnung und Begrüßung
Videobotschaft Renate Anderl - Präsidentin AK Wien Videobotschaft Barbara Novak - Vizebürgermeisterin und amtsführende Stadträtin für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Digitales |
| 09:20 |
Zwischenpräsentation zur Studie "Finanzierung der Weiterbildung"
Stefan Vogtenhuber - IHS |
| 09:55 |
"Learning Accounts & Training Funds - European Perspectives"
Patrycja Lipinska - Cedefop |
| 10:30 |
Präsentation der Studie "Qualifikationsadäquate Beschäftigung von Flüchtlingen"
Bernadette Allinger - FORBA Johanna Neuhauser - FORBA |
| 11:05 |
Kaffeepause
|
| 11:40 |
Blick in die Praxis
Projekt "HTL Fem*Future" (Verein sprungbrett) - Mona Röhm
Initiative "Berufsbegleitend studieren mit dem waff-Stipendium für Frauen" Katrin Triebswetter - waff |
| 12:30 |
Podiumsdiskussion: "Strukturen, Modelle, Finanzierung für erfolgreiche Qualifizierung"
Carlo Frising - AK Luxemburg (Stellvertretender Direktor) Barbara Kluger-Schieder - WK Wien (Leiterin Bildungsmanagement) Katharina Luger - AMS Wien (Stellvertretende Geschäftsführerin) Marco Miloradović - waff (Geschäftsführer) Gerald Strobel - BFI Österreich (Geschäftsführer) |
| 13:15 |
Ausklang und Vernetzung bei Speisen und Getränken
|

Bernadette Allinger ist Soziologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin und Vorstandsmitglied bei der Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA). Als nationale Korrespondentin für die Observatorien der Europäischen Stiftung für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen (Eurofound) analysiert sie Entwicklungen der Arbeitswelt in Österreich. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen industrielle Beziehungen sowie Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen.

Carlo Frising ist Stellvertretender Geschäftsführer der „Chambre des salariés Luxembourg (CSL)“ und Leiter des „Luxembourg Lifelong Learning Centre“, dem Weiterbildungszentrum der CSL. Er erarbeitet die Stellungnahmen für die Generalversammlung der CSL zu Gesetzesentwürfen der luxemburgischen Regierung im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung. Frising ist Mitglied des Ausschusses für allgemeine und berufliche Bildung des Europäischen Gewerkschaftsbundes (ETUC), Stellvertretender Vorsitzender der Arbeitnehmer:innen-Kurie im Europäischen Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (Cedefop), Mitglied der Expert:innen-Gruppe des Wirtschafts- und Sozialausschusses der Grande Région (insgesamt 11 Regionen der BRD, Frankreichs, Luxemburgs und Belgiens) sowie des luxemburgischen Wirtschafts- und Sozialrats (bis Dezember 2025) und des Beratenden Ausschusses für Berufsbildung der Europäischen Kommission (bis Juni 2025).

Mag. Barbara Kluger-Schieder ist Bereichsleiterin Bildungsmanagement in der Wirtschaftskammer Wien und verfügt über mehr als 12 Jahre Erfahrung im Bereich Bildungswesen. Ihr Schwerpunkt liegt auf dem Thema Erwachsenenbildung, aber auch Berufsorientierung, Schulwesen und der Tertiäre Sektor gehören zu ihren Tätigkeitsbereichen. In ihrer bisherigen Laufbahn war Mag. Barbara Kluger-Schieder in der Wirtschaftskammer Wien unter anderem für Branchen in Handel und in der Sparte Gewerbe und Handwerk tätig und hat dort auch Themen wie Fachkräftequalifizierung begleitet. Von 2014 bis 2021 war sie Institutsleiterin des WIFI Wien. Mag. Barbara Kluger-Schieder hat Rechtswissenschaften an der Universität Wien studiert und Ausbildungen zum Business Coach, zur Mediatorin und im Bereich Organisationsaufstellung absolviert.

Patrycja Lipińska has worked as an expert at the European Centre for the Development of Vocational Training (Cedefop) since 2005. She is responsible for research and policy analysis on financing VET/adult learning. Her recent and current projects include financing CVET/adult learning with a focus on demand-side schemes, financial and non-financial instruments supporting training performance in micro, small and medium-sized enterprises, individual learning accounts and training funds. She holds master degrees in economics from the University of Gdańsk, Poland and the University of Exeter, UK.
Patrycja Lipińska arbeitet seit 2005 als Expertin am Europäischen Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (Cedefop). Sie ist verantwortlich für Forschung und Politikanalysen zur Finanzierung von beruflicher Bildung/Erwachsenenbildung. Zu ihren jüngsten und aktuellen Projekten gehören die Finanzierung von beruflicher Weiterbildung/Erwachsenenbildung mit einem Schwerpunkt auf nachfrageorientierten Programmen, finanzielle und nicht-finanzielle Instrumente zur Unterstützung der Ausbildung in Mikro-, Klein- und mittleren Unternehmen, individuelle Lernkonten und Ausbildungsfonds. Sie hat einen Masterabschluss in Wirtschaftswissenschaften von der Universität Danzig, Polen, und der University of Exeter, Großbritannien.

Mag. Katharina Luger, MBA, ist als Kind Vorarlberger Eltern in Deutschland aufgewachsen, ursprünglich zum Politikwissenschaftsstudium nach Wien gekommen und - wie viele andere auch - dauerhaft geblieben. Nach beruflichen Stationen im Österreichischen Gewerkschaftsbund wechselte sie 2008 ins Sozialministerium. Das AMS und die inhaltliche Auseinandersetzung mit Arbeitsmarktpolitik begleiteten seither ihren beruflichen Weg. Seit August 2023 ist sie stellvertretende Landesgeschäftsführerin des AMS Wien.

Marko Miloradović ist seit 2025 Geschäftsführer des waff. Der Jurist hat nach seinem Gerichtsjahr am Verwaltungsgericht Wien gearbeitet. In Anschluss war er als Referent im Kabinett des Bundesministeriums für Frauen und Gesundheit tätig. Zwischen 2018 und 2025 wirkte er in der Geschäftsgruppe Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Wiener Stadtwerke zuerst als Referent und ab 2021 als stellvertretender Büroleiter. Von 2022 bis 2025 hat er als Bereichsleiter für strategische Angelegenheiten der Finanz-, Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik der Stadt Wien fungiert. Kurz vor seinem Wechsel zum waff war Miloradović Kabinettchef im Bundesministerium Innovation, Mobilität und Infrastruktur

Johanna Neuhauser ist wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA) und am Institut für Soziologie der Johannes-Kepler-Universität Linz und. Davor war sie am Institut für Soziologie an der Universität Wien und am interdisziplinären Institut für Migrations¬forschung und Interkulturelle Studien (IMIS) an der Universität Osnabrück/Deutschland tätig. Sie forscht und lehrt in den Bereichen Migration & Arbeit, Gender & Intersektionalität und gesellschaftliche Ungleichheit. Sie leitete mehrere Forschungsprojekte zu prekärer Beschäftigung von Migrierten in verschiedenen Arbeitsfeldern.

Mona Röhm ist Sozialwissenschaftlerin und Doktorandin - ihre Arbeit bildet eine Brücke zwischen Forschung und Praxis. Mit über zehn Jahren Erfahrung an österreichischen und internationalen Forschungseinrichtungen, darunter die ÖAW und die Manchester Metropolitan University, wendet sie einen partizipativen Forschungsansatz an. Sie beschäftigt sich mit Themen wie Migration, Geschlecht, Bildung und Methodenentwicklung. Im Verein sprungbrett führte sie das Projekt HTL Fem*Future durch.

Der studierte Kommunikationswissenschaftler und Ethiker Gerald Strobel ist Geschäftsführer des BFI Österreich. Während die selbständigen BFI-Landesorganisationen für die Durchführung der Bildungsangebote verantwortlich sind, nimmt das BFI Österreich als Dachverband vor allem interessenspolitische, koordinierende sowie konzeptionelle Aufgaben wahr und ist darüber hinaus ein wichtiger Player in der Konferenz der Erwachsenenbildung Österreich (KEBÖ). Davor durchlief Gerald Strobel berufliche Stationen als Leiter einer gewerkschaftlichen Bildungsabteilung, Personalentwickler der Arbeiterkammer Wien und als selbstständiger Trainer.

Elisa Tomaselli ist freie Journalistin mit Sitz in Wien. Zuvor arbeitete sie fünf Jahre lang als Redakteurin für den STANDARD, zuletzt in der Innenpolitik- und Chronikredaktion. Ihre journalistischen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Bildungspolitik, Integration und Menschenrechte.

Katrin Triebswetter ist Expertin für Digitalisierung, insbesondere ethische KI, im Bereich Bildungsberatung und -förderung. Nach dem Abitur absolviert sie eine Lehre in der IT, nach einiger Zeit der Berufstätigkeit in den Bereichen Telekommunikation und Energiewirtschaft folgt eine berufliche Umorientierung mit Diplomstudien der Soziologie, Psychologie, Philosophie und Kommunikationswissenschaft. Seit 2019 arbeitet sie beim waff und verantwortet aktuell die Leitung der Ausbildungsinitiative für Frauen in Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Technik, die Frauen vom ersten Interesse bis hin zum erfolgreichen Abschluss in einem berufsbegleitenden FH-Studium im MINT-Bereich begleitet.

Stefan Vogtenhuber ist Soziologe am Institut für Höhere Studien (IHS) in der Forschungsgruppe Bildungschancen und Bildungsstrukturen und lehrt an der Universität Wien. Er ist Autor und Herausgeber wissenschaftlicher Publikationen sowie Projektleiter im Bereich Bildung und Beschäftigung. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Zusammenspiel zwischen Qualifikation und Beschäftigung, im Bedarf an Fach- bzw. Arbeitskräften, im Übergang von Bildung in Beschäftigung, in der Finanzierung und den Erträgen von Bildung und Weiterbildung und generell in der beruflichen Bildung. Methodisch arbeitet er mit quantitativen vergleichenden Analysen von Längs- und Querschnittsdaten (Register- und Befragungsdaten), mit Kausalanalysen und quasi-experimentellen Designs.